
Die Globalisierung von Wirtschaft, Wissenschaft und Technik sowie die Vernetzung einzelner Lebensbereiche schreiten schneller voran, als man es bei Gründung des Deutschen Technikmuseums 1982 vermuten konnte. Dieser Entwicklung tragen wir mit einem neuen Ansatz zur Analyse und Darstellung der Technik als Teil der heutigen und zukünftigen Kultur Rechnung.
Er wird im nächsten großen Bauabschnitt des Museums, dem Technoversum, Gestalt gewinnen. Zwei Grundsätze leiten unsere Arbeit: Viele wichtige Ereignisse der Weltgeschichte wären ohne bestimmte technische Entwicklungen nicht möglich gewesen und Technikgeschichte ist nur vor dem Hintergrund der allgemeinen Geschichte verstehbar. Diese Grundsätze wollen wir an ausgewählten Themen illustrieren. Es wird deutlich, wie sehr unser Kulturkreis nicht nur ein Raum gemeinsamer Ideen und Werte, sondern auch ein Raum kooperativen Erfindens und Produzierens war, ist und weiterhin sein wird. Das Deutsche Technikmuseum wird sich damit als der Ort präsentieren, an dem vor dem Hintergrund der Geschichte aktuelle Fragen der Gegenwart diskutiert werden, deren Beantwortung unsere Zukunft maßgeblich beeinflusst.
Im Mittelpunkt stehen sechs Foren, in denen bestimmte Fragestellungen zu verschiedenen Bereichen (z.B. Mobilität, Energie, Kommunikation, Produktion und Handel) nicht sammlungsbezogen, sondern themenbezogen in Ausstellungen visualisiert werden.
In den Foren wird nicht nur auf die Geschichte dieser Fragestellungen - also die Vergangenheit - eingegangen, sondern es wird ebenfalls dargestellt, wie der heutige Stand der jeweiligen Technik ist (Gegenwart) und wie sich die weitere Entwicklung gestalten könnte (Zukunft).
Öffentliche Veranstaltungen, Diskussionen und Symposien mit Beteiligung renommierter Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft greifen die aktuelle Debatte zur Gestaltung der Zukunft der individuellen Mobilität auf und treiben sie weiter voran.
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